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Was kostet die Sachkundeprüfung nach § 34a GewO?

Prüfungsgebühren der IHKs, Kosten für Wiederholungen und Vorbereitungskurse sowie Möglichkeiten der Förderung im Überblick.

Die Kosten der Sachkundeprüfung setzen sich aus der Prüfungsgebühr der IHK und, wenn gewünscht, einem Vorbereitungskurs zusammen. Die Prüfungsgebühr ist Pflicht, ein Kurs dagegen nicht. Hier erfahren Sie, mit welchen Beträgen Sie rechnen müssen, was eine Wiederholung kostet und wie Sie sparen können.

Die Prüfungsgebühr der IHK

Eine bundesweit einheitliche Gebühr gibt es nicht: Jede IHK legt ihren Gebührentarif selbst fest. Für die vollständige Prüfung mit schriftlichem und mündlichem Teil liegen die Gebühren meist zwischen etwa 165 und 240 Euro. Einige Beispiele aus den Gebührenübersichten verschiedener IHKs:

IHK Gesamtprüfung
IHK Ostwestfalen zu Bielefeld 167 Euro
IHK Nord Westfalen 184 Euro
IHK für München und Oberbayern 190 Euro
IHK Frankfurt am Main 205 Euro
IHK Bodensee-Oberschwaben 225 Euro
IHK Hochrhein-Bodensee 240 Euro

Stand: November 2026, ohne Gewähr. Die IHKs passen ihre Gebühren regelmäßig an. Prüfen Sie deshalb vor der Anmeldung den aktuellen Gebührentarif Ihrer IHK. Da Sie die IHK frei wählen können, kann sich ein Vergleich lohnen, wenn mehrere IHKs für Sie gut erreichbar sind.

Was kostet eine Wiederholung?

Wer nicht besteht, zahlt für die Wiederholung erneut. Muss nur der mündliche Teil wiederholt werden, ist die Gebühr meist deutlich niedriger als für die Gesamtprüfung, zum Beispiel 75 Euro bei der IHK Ostwestfalen oder 100 Euro bei der IHK für München und Oberbayern. Muss die gesamte Prüfung wiederholt werden, fällt in der Regel wieder die volle Gebühr an. Ob und wie lange ein bestandener schriftlicher Teil anerkannt wird, regelt die Prüfungsordnung Ihrer IHK.

Vorbereitungskurse

Ein Vorbereitungskurs ist keine Voraussetzung für die Prüfung. Viele Bildungsträger bieten aber Kurse an, die je nach Anbieter mehrere Tage bis einige Wochen dauern, in Präsenz oder online. Die Preise unterscheiden sich stark und hängen vor allem vom Umfang ab: Kompakte Kurse kosten oft einige hundert Euro, mehrwöchige Vollzeitkurse auch deutlich mehr. Manche Anbieter rechnen die Prüfungsgebühr bereits in den Kurspreis ein, andere nicht. Fragen Sie im Zweifel nach, damit Sie Angebote fair vergleichen können.

Ob sich ein Kurs für Sie lohnt, hängt davon ab, wie gut Sie allein lernen können. Wer sich gern selbst organisiert, kommt mit Gesetzestexten, Lernmaterial und viel Übung mit Prüfungsfragen oft auch ohne Kurs zum Ziel.

Förderung und Kostenübernahme

  • Agentur für Arbeit und Jobcenter: Wenn Sie arbeitsuchend sind, kann ein zugelassener Vorbereitungskurs über einen Bildungsgutschein gefördert werden. Voraussetzung ist in der Regel, dass der Kurs nach der Akkreditierungs- und Zulassungsverordnung Arbeitsförderung (AZAV) zertifiziert ist. Sprechen Sie Ihre Ansprechperson frühzeitig an.
  • Arbeitgeber: Viele Sicherheitsunternehmen übernehmen die Prüfungsgebühr oder den Kurs, weil sie Personal mit Sachkundeprüfung flexibler einsetzen können. Fragen Sie danach, bevor Sie selbst bezahlen.
  • Steuer: Zahlen Sie selbst, können Sie die Kosten in der Regel als Werbungskosten in der Steuererklärung angeben, wenn die Prüfung Ihrer beruflichen Tätigkeit dient. Im Einzelfall hilft eine Steuerberatung weiter.

Weitere Kosten

Für die Prüfung selbst kommen meist nur die Anreise und gegebenenfalls Lernmaterial hinzu. Wer anschließend im Bewachungsgewerbe arbeitet, wird über das Bewacherregister von der zuständigen Behörde auf Zuverlässigkeit geprüft. Dafür kann je nach Behörde eine eigene Gebühr anfallen, die aber nichts mit der Prüfung bei der IHK zu tun hat.

So sparen Sie Geld

  • Bereiten Sie sich gründlich vor. Jede Wiederholung kostet erneut Gebühren und Zeit.
  • Klären Sie vorher, ob Arbeitgeber, Agentur für Arbeit oder Jobcenter die Kosten übernehmen.
  • Vergleichen Sie die Gebühren der IHKs in Ihrer Nähe.
  • Üben Sie kostenlos mit dem 34a-Test, zum Beispiel mit der Prüfungssimulation oder den Beispiel-Fragen mit Lösungen.

Wie die Anmeldung abläuft und was Sie dafür brauchen, erklärt der Ratgeber Anmeldung und Voraussetzungen.

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